Über die Loge

Das Große Wochenende der Druiden in Bad Vilbel und Frankfurt:

 

Seit dem ersten Informations-Abend im November 2014 tagte in Bad Vilbel alle zwei Wochen der Druidentisch im Hotel am Kurpark.

Die Interessenten, es waren zwischen zehn und zwölf Bad Vilbeler, aber auch Gäste aus der näheren Umgebung, wurden umfangreich über die Loge informiert.

Bruder Jürgen Rösler hatte das Ritual für die Offenen Logensitzungen entsprechend überarbeitet und durch Vorträge, umrahmt von Musik und diesem speziellen Ritual wurden die zukünftigen Brüder an die Druiden-Loge herangeführt.

Schließlich erfolgte genau ein Jahr nach dem ersten Info-Abend die Aufnahme der Kandidaten in die Wilhelm Meister-Loge, die zusammen mit der zuständigen Groß-Loge Baden-Württemberg, – der Landes-Vertretung -, federführend für die neue Logengründung war. Die hervorragende Unterstützung durch die Groß-Loge, allen voran der Edel-Groß-Erz – den Landesvorsitzenden -, Bruder Bernhard Huber, der zu nahezu allen Druidentisch-Abenden den weiten Weg aus dem Schwäbischen auf sich genommen hatte. Fast immer begleiteten ihn Brüder aus der Achalm-Loge Reutlingen, seiner Heimat-Loge.

Ein wichtiger Schritt war die Vereinsgründung.

Der Verein als bürgerlich-rechtliche Grundlage der Loge wurde im Sommer des vergangenen Jahres ins Vereinsregister eingetragen und ein Termin für die „offizielle“ Logengründung festgelegt.

Man entschied sich für das lange Wochenende Ende April 2017, an dem keine Messe-Gäste in Frankfurt die Hotels belegten.

Ein detailliertes Programm wurde durch den eigens gebildeten Festausschuss ausgearbeitet – hier konnte besonders Bruder Jürgen seine langen Erfahrungen und sein organisatorisches Talent einbringen,

aber auch alle anderen Ausschussmitglieder wirkten voller Elan mit.

Das Programm sah eine Anreise der ersten Gäste am Freitag-Abend vor.

Bei den Logenbrüdern in Bad Vilbel war die Überraschung groß, als sich auf ihre Einladung bereits für diesen Abend vor der Gründungs-Veranstaltung, statt der erwarteten 30 oder 40 Brüder mehr als neunzig Brüder anmeldeten.

Keine Chance in Bad Vilbel für so viele Brüder eine gemütliche Lokalität zu finden, um das Wiedersehen gebührend zu begießen.

Im angrenzenden Frankfurter Stadtteil Seckbach fand man im „Rad“ eine schöne alte Äbbelwoi-Wirtschaft mit langer Tradition und geeigneten Räumen und nicht ganz unwichtig, - dort schenkte man auch Bier aus, eine leckeres Essen, mit typisch Frankfurter Gerichten gab es dort auch. Damit die Brüder nicht auf ihre Autos angewiesen waren, wurde ein Bustransfer eingerichtet und so konnten die früh angereisten schon den ersten Abend in gemütlicher Atmosphäre verbringen und sicher in ihre Hotels zurückkehren.

Die rituelle Feier zur Logen-Gründung fand am Vormittag noch in Ermangelung eines eigenen, für so viele Teilnehmer geeigneten Raumes in Bad Vilbel, im Logenraum der Wilhelm Meister-Loge in der Kaiserstraße 37 in Frankfurt statt.

Während dessen erkundeten die mit angereisten Damen unter fachkundiger Führung durch zwei Bad Vilbeler Stadtführer in historischen Gewändern, die Sehenswürdigkeiten der Quellenstadt.

 

Zum Festakt im Kurhaus fanden sich am Nachmittag etwa 150 Gäste ein. Neben Logenbrüdern aus den Logen des Deutschen Druiden-Ordens, angereist vom Bodensee bis Flensburg, vom Westen Deutschlands bis nach Berlin und Brandenburg. Aber auch Gäste aus der Schweiz, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und England scheuten den weiten Weg zu diesem „druidischen Großereignis“ in Bad Vilbel nicht.

 

Nach Grußworten des Präsidenten, Frank Graffenberger, des EGE der zuständigen Groß-Loge Baden-Württemberg, Bruder Bernhard Huber und der Begrüßung durch den Bad Vilbeler Bürgermeister Dr. Stöhr, musikalisch umrahmt von einem jungen Bläser-Quintett der Musikschule Bad Vilbel-Karben, konnte die neue Loge der Musikschule einen Spenden-Scheck für ihr Projekt Mukita überreichen. Frau Hölbling, Leiterin der Musikschule und Herr Kunzmann, Fachbereichsleiter des Magistrats für Kultur und Intendant der Burgfestspiele Bad Vilbel, nahmen für das Projekt Mukita den Scheck entgegen. Mukita wurde ins Leben gerufen, um Kinder schon im frühen Alter, unabhängig von der musikalischen Förderung durch die Eltern, an die Musik heranzuführen. Man erfuhr, die Loge Zu den Quellen plane auch in Zukunft, die Musikschule und andere kulturellen Organisationen der Stadt Bad Vilbel in ihr Programm mit einzubeziehen. Gegen 17:30 Uhr endete die nachmittägliche Veranstaltung mit einem Gruppenfoto an der Nidda.

 

Am Abend zeigten dann die Damen und Brüder, dass sie auch zu feiern verstehen, denn einer unserer überlieferten Leitsätze lautet ja: „Pflege die geselligen Tugenden“. Ein Festbankett im Kursaal mit nahezu 150 Gästen, mit einem Buffet und der passenden musikalischen Begleitung durch das „Trio Late Night“, ließen diesen festlichen Tag ausklingen.

 

Am nächsten Abend, nach einer Sitzung der Internationalen Grand-Lodge of Druidism am Vormittag – der übernationalen Vereinigung, mit einer spektakulären Aufnahme von einundvierzig Brüdern und über einhundert Teilnehmern – wiederum in Frankfurt, trafen sich die Druiden noch einmal auf dem Lohrberg, oberhalb von Frankfurt-Seckbach, genossen in der „Lohrberg-Schänke“ „Äppelwoi“ und Frankfurter Spezialitäten – und vor allem den nächtlichen Blick auf die Mainmetropole.

Zur herzlichen Verabschiedung der Bad Vilbeler Gäste am Montagmorgen waren noch einige der Bad Vilbeler Brüder ins Hotel gekommen und man beschloss, sich bald wieder in dieser schönen Stadt am Rande der Wetterau zu treffen.

 

Die neue Loge hat sich zum Ziel gesetzt, das ohnehin schon reiche kulturelle Angebot der Stadt weiter zu bereichern. Geplant sind Benefiz-Konzerte und öffentliche Vorträge. Durch Informationsveranstaltungen und Gästeabende sollen weitere Mitglieder gewonnen werden. Auch im übrigen Vereinsleben will die Loge Zu den Quellen präsent sein.

Eine Rolle spielt auch das soziale Engagement durch Spenden, im Rahmen der durch die Zahl der Mitglieder derzeit noch beschränkten Möglichkeiten.

Die internen Logensitzungen werden im vierzehntägigen Rhythmus montags im Alten Rathaus stattfinden. Ort für die Veranstaltungen mit Gästen und Informationsabende wird, so wie bisher, weitgehend das Hotel am Kurpark sein.

Ergänzt wird der öffentliche Auftritt durch eine eigene Website, die sich unter der kundigen Hand des Internet-Beauftragten und Musikus der neuen Loge, Bruder Robert Orszulak, derzeit noch im Aufbau befindet.

Die Loge Zu den Quellen hofft auf weiteren Mitgliederzuwachs, denn Menschen, die die gleichen Ziele bejahen und sich auch selbst dafür aktiv einsetzen wollen, gibt es sicherlich genug.

Im übrigen werden die Bad Vilbeler Druiden bis sie einen eigenen Logenraum haben, der größere rituelle Sitzungen erlaubt, ihre wichtigsten Sitzungen im Logenhaus in Frankfurt abhalten.

 

HgM ´17