Toleranz


„Toleranz ist ein Beweis des Mißtrauens gegen ein eigenes Ideal“

(Friedrich W. Nietzsche, dt. Philosoph, 1844 – 1900)

Toleranz erleben viele Menschen in unterschiedlichen Formen:

  • als vorübergehendes, taktisches Zugeständnis
  • als eine Form des Hinnehmens, das von Desinteresse oder auch Feigheit zeugt
  • als Achtung, die man einer anderen, vielleicht entgegenstehenden Meinung entgegenbringt.

Wir sagen: Wer sich mit anderen über gemeinsame Werte verständigen will, muß zunächst sich selbst erkennen. Wer sodann einen festen Grund im Leben gefunden hat, braucht sich von anderen Meinungen und Ideen nicht angegriffen zu fühlen.

In unserer Logenarbeit bedeutet das Ringen um Gemeinsamkeit immer auch eine Auseinandersetzung mit uns selbst, eine Bestimmung der eigenen Herkunft und Perspektiven. Indem wir zur Bestimmung des eigenen Standpunktes beitragen und mit immer wieder neuen Themen unser Wissen und damit unsere Dialogfähigkeit verbessern, festigen wir die tolerante Positionierung des Einzelnen in der Gesellschaft.