Warum wir uns Druiden nennen

Der Name "Druide" hat historische Bedeutung und erinnert uns an die geistige Führerschicht der indogermanischen Völkergruppe der Kelten, die einst Europa besiedelte und beherrschte. Nach dem Zeugnis antiker Autoren blieb die Autorität der Druiden bei den Keltenstämmen trotz aller Stammesunterschiede und Streitigkeiten über einen Zeitraum von mehr als 1000 Jahren unangefochten.

Weil sie in den Druiden Gelehrsamkeit und Naturverbundenheit sahen, wählten die Gründer unseres Ordens diesen Namen für ihre Gemeinschaft. Das geschah am 28.11.1781 in England, zur Zeit der Aufklärung. Dabei ging es um die Überwindung mittelalterlicher Feudalstrukturen und später um die Durchsetzung der Ideale der Französischen Revolution von 1789, Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Kult und Glaube des in den Kämpfen mit den Römern untergegangenen Druidentums haben heute natürlich keinen Platz in unserem Orden. Geblieben ist jedoch die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit, Toleranz und Miteinander.  Was einst unsere Gründungsväter bewegte, bildet auch heute noch das Fundament der Loge, ganz im Sinn der bis in unsere Tage wirkenden Philosophie der Aufklärung.  

     ---->    Ein offen geführtes Gespräch zeigt oft den Weg zum Ziel. <---

Daher streben wir, die nicht nur eine vorübergehende Mitarbeit in unsrer Barbarossa Loge, zur Förderung der Persönlichkeit, der Gemeinschaft und der verschiedenen Aktivitäten, an.

 

Wer wir sind

  • Wir sind eine überkonfessionelle und überparteiliche Gemeinschaft miteinander freundschaftlich verbundener Männer, die sich ein Forum geschaffen haben, das jedem von uns die Möglichkeit gibt, sich so zu geben und zu äußern, wie dies seinen Vorstellungen entspricht.
  • Wir achten und tolerieren die Meinung des Anderen. Die Toleranz endet allerdings da, wo Fanatismus beginnt.
  • Wir begrüßen die Vielzahl der in unseren Logen anzutreffenden Anschauungen, die sich in Form von Vorträgen und Diskussionen niederschlagen.
  • Wir sind der der Meinung, dass gerade Vielfalt und Aufgeschlossenheit, zusammen mit Toleranz unserer Gemeinschaft zuträglich ist.
  • Wir haben Veranstaltungen, zusammen mit unseren Partnerinnen (Weihnachten Sonnenwende, geselliges Beisammensein, Ausflüge etc.), um das Gemeinschaftsgefühl zu stärken.
  • Wir haben Verbindung zu anderen Logen, auch international und lernen deren Meinung und Ansichten kennen.
  • Wir sind bestrebt, dass jeder einzelne Brüder sich im Rahmen unserer Möglichkeiten weiterbildet oder weiterentwickeln kann.

  • Die Vielzahl der in unseren Logen anzutreffenden Anschauungen eröffnet die Chance, uns in den anderen einzufühlen und unseren eigenen Standpunkt ständig zu überprüfen. Oft steht am Ende sogar ein Erkenntnisgewinn.

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Warum wir uns in einer Loge treffen

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Zweckverein treffen wir uns ein Mal wöchentlich oder alle 14 Tage in einer Loge und akzeptieren damit eine "Ordensregel", die einen sinnbezogenen Verlauf unserer Zusammenkünfte garantiert. Diese gliedern sich in 2 Teile: in eine Logensitzung im "Inneren" und eine Sitzung im "Äußeren", bei der uns stets Gäste willkommen sind.

Was in der Innenloge passiert, ist kein Geheimnis. Ein Geheimnis ist vielleicht das Erleben der Stille, ein spürbares Vertrauen untereinander, ein Atemschöpfen, eine die ganze Sitzung tragende Atmosphäre der Vertraulichkeit. Zuhörend und nachdenkend lauschen wir, dabei ein althergebrachtes Ritual beachtend, einem den Geist und die Seele ansprechenden Vortrag eines Logenbruders. Damit seine Worte nachwirken können, werden sie nicht in offener Diskussion "zerpflückt".

Der Vortrag im "Äußeren", zu dem wir hin und wieder auch Gastredner einladen, soll Wissen und Erfahrung weitergeben. Die Themen sind den Vortragenden freigestellt und werden natürlich hinterfragt, subjektiv beleuchtet, kommen auf den Prüfstand.

Dabei ergeben erst beide Sitzungen zusammen ein Ganzes. Sie ermöglichen eine immer größere geistige Annäherung an den Mitbruder und führen zu einem persönlichen Verstehen, aus dem allein echte Freundschaft erwachsen kann. Es versteht sich, daß Freunde in Notfällen einander beistehen und sich auch gern mit ihren Frauen und Partnerinnen im geselligen Rahmen treffen. Feste gelten bei uns als Höhepunkte im Logenleben, wie übrigens auch soziales Engagement; beide sind unverzichtbare Bestandteile.